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Tengenenge - Teil 2: Celia Winter-Irving - Die Chronistin der zimbabwischen Kunst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Bernhard Raestrup   
10.09.2008
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Celia Winter-Irving und Tom Blomefield in Dortmund
Celia Winter-Irving lernte ich 2006 auf dem Shona-Art-Festival in Witten, im Ruhrgebiet, kennen, als sie ihre Bücher zu dieser Steinbildhauerkunst aus Zimbabwe vorstellte. Celia Winter-Irving lebte lange in Zimbabwe und ist die Autorin zahlreicher Bücher über „Shona-Art“ und Tengenenge und somit eine der profundesten Expertinnen  dieser Kunst. Derzeit hat sie einen Arbeitsaufenthalt in Deutschland.


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Celia Winter-Irving wuchs in den Backlands in Australien auf einer Farm auf und zog später nach Sydney, um mit ihrem damaligen Ehemann eine Kunstgalerie zu führen.

Dort kam sie u.a. mit Skulpturen aus der zimbabwischen Künstlergemeinschaft in Tengenenge in Berührung – und lernte eines Tages den Initiator dieser Bildhauergemeinschaft, Tom Blomefield kennen, der sie nach dem Tod ihres Ehemannes überreden konnte, von Australien nach Zimbabwe, genauer gesagt, nach Tengenenge, umzusiedeln, um dort ihre Erfahrungen im Marketing von Kunst einzubringen.

Sie lebte mehr als 25 Jahre in Zimbabwe, davon den größten Teil der Zeit vor Ort in Tengenenge. Dort professionalisierte sie das Marketing der Künstlerkononie, begleitete die Künstler und Künstlerinnen und begann, regelmäßig über sie zu schreiben und fundierte Bücher und Zeitungsartikel zu veröffentlichen.

Heute ist sie eine der wenigen Expertinnen zimbabwischer Kunst, speziell der Kunst, die in Tengenenge entsteht. Auch das ist ein Grund, warum sie lange Jahre Kuratorin der Nationalgalerie in Zimbabwe war.


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Derzeit hat sie einen Arbeitsaufenthalt in Deutschland. Sie stellte Ende August 2008 einen Katalog zur Ausstellung „Shona im Park“ im Dortmunder Westfalenpark vor, die von den beiden Galeristen Bastian Müller, Witten und Jürgen Möller, Dortmund, geplant, organisiert und durchgeführt wurde und arbeitet an neuen Artikeln, Aufsätzen sowie Vorträgen.

Neben ihren zahlreichen Büchern veröffentlichte Celia Winter-Irving zahllose Aufsätze über die Kunst und die Künstler und Künstlerinnen Zimbabwes und auch speziell zur Shona-Art.

Seit Jahren schreibt sie eine Kolumne für die Tageszeitung „The Harald“ aus Zimbabwe und beleuchtet damit die Kunst Zimbabwes aus den verschiedensten Blickwinkeln. Neben Portraits einzelner Künstler schreibt sie auch über die Probleme der Kunstrezeption afrikanischer Kunst in den westlichen Ländern und widmet sich speziellen Themen wie der Kunst von Frauen in Tengenenge. Als Kosmopolitin schildert sie, wie die Shona-Art in anderen Ländern ausgestellt und angenommen wird – so zuletzt in ihrem Harald-Artikel über die Steinbildhauer-Workshops im Dortmunder Westfalenpark vom 3. Oktober.

 ImageEines ihrer erfolgreichsten Bücher „Pieces of Time“ ist eine Sammlung der besten Beiträge dieser Kolumne aus den letzten Jahren und vermittelt einen Querschnitt durch die verschiedensten Aspekte der modernen zimbabwischen Kunst.

In einer der letzten Ausgaben des Kundenmagazins „Skyhost“ der staatlichen Fluggesellschaft „Air Zimbabwe“ schreibt sie über den Gründer der Künstlerkolonie von Zimbabwe, Tom Blomefield. Auch hier wird deutlich, wie vertraut sie mit den Verhältnissen in Zimbabwe ist, beschreibt sie doch ausführlich, wie die Idee entstand, aus einer aufgrund der internationalen Boykotte gegen das damalige kolonialistische Rhodesien bankrotten Tabakfarm mit den dort lebenden Arbeitern eine blühende Künstlerkolonie zu machen.

In Dortmund stellte sie Ende August 2008 ihren Hauptbeitrag für einen Katalog der bis Ende März 2009 stattfindenden Ausstellung von Steinbildkunstwerken aus Tengenenge im Dortmunder Westfalenpark vor.

Erneut zeigt sich in dieser langen Veröffentlichung ihr intimes Wissen aus über 25 Jahren Aufenthalt und Beschäftigung mit Zimbabwe, als auch ihre Fähigkeit, die kulturellen Unterschiede zwischen Afrika und der „westlichen“ Welt vermitteln zu können. Sie berichtet von den Maskentänzen der Angehörigen des Stammes der Nyaus ebenso, wie von den Ursprüngen afrikanischer Kunst von der Höhlenmalerei bis zur heutigen Form.

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Celia Winter Irving veröffentlichte Bücher über einzelne Künstler, wie Mike (Mekias) Munyaradzi ebenso, wie Co-Autorenschaft bei thematischen Büchern mit Aspekten wie der weiblichen Kunst der Shona-Art. Desweiteren arbeitete sie an zahlreichen internationalen Katalogen mit.

In den letzten Jahren arbeitete sie als Kuratorin der Nationalgalerie in Zimbabwe und nutze diese Position ebenfalls, die Kunst Zimbabwes über die Welt zu verbreiten.

Eines ihrer wichtigsten Werke ist aber vielleicht ein Kinderbuch, in dem sie die Kunst und das Leben Zimbabwes, speziell Tengenenges, Kindern nahe zu bringen versucht. „Soottie, der Kater in Tengenenge“ beschreibt das Leben in der Künstlerkolonie aus den Augen eines Katers und bringt auch Erwachsenen das Leben in Afrika und die Kunst der Shona-Art auf eine spannende Weise bei.

Celia lebt derzeit als Gast in unserer kleinen Bauernhof-Community in Essen und sie bereit Vorträge und Lesungen vor. Gemeinsam planen wir derzeit Lesungen und Veranstaltungen in Schulen, um Kindern mit "Soottie" einen Eindruck über das Leben und Arbeiten sowie die Kunst in Tengenenge zu vermitteln.

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Celia Winter-Irving und eine Begleiterin in der Essener Innenstadt

Celia Winter-Irvings Homepage:
http://www.lop-lop.net/cwi/




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