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Gesellschaft
Loveparade ohne Nahverkehr PDF Drucken E-Mail
Reisen
Geschrieben von Bernhard Raestrup   
20.07.2008
Image Die Loveparade in Dortmund war mit 1,6 Millionen BesucherInnen ein voller Erfolg. Nur der Nahverkehr der Bahn kollabierte vollends. Die Bahn liefert sich damit einen neuen großen Flop, der dem Image des Ruhrgebietes schadet, denn Hunderttausende kamen nur mit erheblichen Verspätungen von teils mehreren Stunden an oder wieder zurück. Und das ist kein Einzelfall. Während sich das Ruhrgebiet auf ein internationales Veranstaltungsmarathon namens "Kulturhauptstadt 2010" vorbereitet, spielt die Bahn AG mit dem Image einer ganzen Region, indem sie einen dilettantischen Nahverkehr hinlegt. Als wäre die Loveparade über Nacht über das Ruhrgebiet hereingebrochen.

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Preiswert Reisen mit dem Mitfahrzug PDF Drucken E-Mail
Reisen
Geschrieben von Bernhard Raestrup   
04.05.2008
Wer hat sich nicht schon einmal über einen dieser Busse geärgert, die an einem mit der Bemerkung "Dienstfahrt" vorbeifahren und einen im Regen stehen lassen? Was für ein netter Zug wäre es doch, hielte der Bus und fragte nach, ob er einen in seine Richtung mitnehmen kann, da er ja eh unterwegs ist. Das macht jetzt eine private Eisenbahngesellschaft, die den "Mitfahrzug" erfunden hat. Und das auch noch zu unschlagbaren Preisen.

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Der Karikaturen-Streit: Pack schlägt sich – Pack verträgt sich – auf Kosten der Meinungsfreiheit PDF Drucken E-Mail
Politik
Geschrieben von Bernhard Raestrup   
10.02.2006
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Der sog. „Karikaturen-Streit“ ist eine Provokation Europas gegen radikalreligiöse in allen Glaubensgemeinsschaften – zielt speziell auf radikalreligiöse Muslime, sich dessen bewußt, was die Veröffentlichung auslösen könne. Wenn man die Ereignisse der letzten vierzehn Tage betrachtet, war die Provokation mehr als erfolgreich. Aber nicht in Hinsicht auf eine „aufklärerische Verfassung“, sondern in Hinsicht eines Roll-Backs zur Stärkung des eigenen christlichen Fundamentalismus in Europa – gegen die Presse- und Meinungsfreiheit.

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Endlich Transparenz in Sozialkonzernen PDF Drucken E-Mail
Politik
Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
14.12.2005
Carsten Frerk hat die beiden kirchlichen Sozialkonzerne, Caritas und Diakonie, auf ihre Tätigkeitsfelder und Finanzierung detektivisch genau mit großem Arbeitsaufwand untersucht. Was treiben diese Wohlfahrtskonzerne, die weitgehend aus öffentlichen Geldern finanziert werden, und mit 1,5 Millionen fast rechtlosen Beschäftigten rund 45 Milliarden Euro umsetzen?


Ich habe mal in einem Betrieb der Diakonie gearbeit. Als Möbelverkäufer erhielt ich € 1,25.- die Stunde in einem Gebrauchtwarenhaus. In einem Gebrauchtwarenkaufhaus werden gespendete und gut erhaltene Dinge an die Allgemeinheit verkauft. 30 Stunden die Woche war die Arbeitszeit. Davon sollten 4 Stunden der Weiterbildung und Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt sein, aber das war reine Illusion, hörte sich aber gut an.

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Wahlkampfplakate 2005: Da staunt die Republik PDF Drucken E-Mail
Politik
Geschrieben von Bernhard Raestrup   
24.08.2005
Wahlkampfplakate sind so eine Sache für sich: Eigentlich sind sie selbst oft bereits ein Anlaß zum Lachen - etwa wenn die FDP mit dem Slogan wirbt: "Mehr Verantwortung - weniger Staat" - genau, warum ist die FDP noch eine Partei und nicht die börsennotierte FDP AG (mit einem Kurs von 0,18 €)?

Wahlkampfplakate sind aber auch selbst Ort und Schauspiel gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Entweder werden sie überklebt, persifliert oder schlicht zerstört - oder die Parteien selbst stellen sich absichtlich oder unabsichtlich in Zusammenhänge, die zum Nachdenken anregen - bis hin zur Wut.

Das "Handelsblatt" hat zur "Wahlkampfplakaterallye" aufgerufen: LeserInnen sollen Fotos von Wahlkampfplakaten zusenden. Dieses geschieht nun - aus der ganzen Republik. Aktuelles Foto: Ein Plakat der CDU mit Angela Merkel und dem Spruch: "Deutschlands Chancen nutzen" - unter einem Straßenschild mit einer Gedenktafel zur Geschichte der Ermordung der Berliner Juden: "16.08.33: Juden werden aus Gesangsvereinen ausgeschlossen".

So ganz deutlich gedankenlos oder absichtsvoll wie in diesem Beispiel ist es selten - viele Plakate zeigen auch nur im Zusammenhang witzige oder ironische Zusammenhänge auf. Eines aber wird deutlich: Schon beim Plakatieren wird nicht mehr nachgedacht. Aber wir, das Volk, sind zwar dumm, aber gemein:

Die ganze Fotoreihe ist sehenswert und ein tägliches "Must" vor der Wahl:

Keine zergliederte Weltsicht: Für eine neue Sprachkultur PDF Drucken E-Mail
Politik
Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
23.08.2005
Eine zergliederte Weltsicht ist die Voraussetzung für die Weltherrschaft der kapitalistischen Produktionsweise. Der Wirtschaftsbürger soll die Ansichten der Wirtschaftsführer bejahen. Kann er das nicht, soll er Urteilsenthaltung üben. Diese Sklavensprache der Urteilsenthaltung wird dann als Zustimmung gewertet und nicht als Skepsis genommen. Mit nur wahrheitsfähigen Urteilsinhalten und Beschreibungen täuscht man mit der Trennung von Beschreibung und Wertung über den Zustand der Welt hinweg. Aber das Feststellen von Kausalitäten und Wechselwirkungen wird vermieden. Stattdessen wird das Anschauen von Bildender Kunst propagiert. Diese Unverbindlichkeit übt noch besser ein in die Sklavensprache. Die Isolierung von Fakt und Wertung führt zu einer Zergliederung der Weltsicht, die danach schwer verständlich wird.
Deshalb wird auf die Notwendigkeit nichtpropositionalen Wissens hingewiesen. Es gibt mehr zu wissen als die Wahrheit „beurtheilbare Inhalte“, wie sie Frege propagiert hat. Ebenfalls wichtig ist die Rückbesinnung auf verschiedener Schriftsinne Lutherscher Provenienz. Sie tritt der organisierten Verantwortungslosigkeit entgegen. Es kommt darauf an die Sprachformen der Macht zu analysieren und Wege zu ihrer Überwindung in Angriff zu nehmen. Denn Sprachformen haben auch Auswirkungen auf unsere Lebenspraxis.

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Für eine Kultur genussvollen Lebens PDF Drucken E-Mail
Politik
Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
22.08.2005
Wie kommen wir zum einfachen, genußvollen aber abwechslungsreichen Lebens?
Euthymes Leben und Arbeiten heisst gesundheitsförderliches Leben und Arbeiten. Ausgehend von dem Konzept der Salutogenese kommen wir zur „Kleinen Schule des Geniessens“. Wer das in seinen Alltag einbaut bleibt länger oder wird wieder gesund.
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