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"Bahnbrechend!" - Das Philosophische Wörterbuch für das moderne Bachelor-Studium PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
08.04.2010
Gessmann, Martin (Hrsg.), Philosophisches Wörterbuch. Begründet von Heinrich Schmidt. Neu bearbeitet von Martin Gessmann. 23., vollständig neu bearbeitete Auflage 2009. Ca. 2.200 Stichwortartikel, 790 S., Format: 16 x 22 cm), geb., Kröner Verlag: Stuttgart 49,90.- Euro (Lizenzausgabe bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft 39,90.- Euro; nur für Mitglieder der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft) 

Auf dem Markt erscheinen demnächst viele Wörterbücher und Lexika für den Bereich Philosophie. Da sind beispielsweise, unter vielen anderen: Mohr, Stolzenberg, Willascheck (Hg.), Kant-Lexikon, 3. Bde, ca. 2.500 Einträge, de Gruyter, ca. 248.- Euro; die Neubearbeitung des Philosophischen Wörterbuchs von Walter Brugger durch Harald Schöndorf, 720 S., Verlag Alber, ca. 34.- Euro; Wildfeuer und Kolmer (Hg.), Neues Handbuch philosophischer Grundbegriffe, 3 Bde., 215 Artikel, ca. 98.- Euro pro Band.
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Daneben gibt es noch die Neubearbeitung von J. Mittelstraß’ Enzyklopädie der Philosophie und Wissenschaftstheorie (seit 2005), Edward Craigs Die kleine Routledge Enzyklopädie, 3 Bde., ca. 2.100 S, 92.- Euro (Berlin: xenomoi Verlag). Und H. Ritters Historisches Wörterbuch der Philosophie (13 Bände mit CD) kostet bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft auch nur noch 798.- Euro. Alle müssen sich durchsetzen gegen das Internet und die darin befindlichen Lexika wie der grosse Routledge, die Stanford Enyclopedia of Philosophy von Zalta, ja sogar gegen die notorisch unzuverlässige Wikipedia. Aber es gibt ja die „guten, alten“ Wörterbücher von Eissler, Mauthner, etc. unter zeno.org. Was könnte nun das Markenzeichen des Krönerschen Wörterbuchs sein?
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Sie sind arm und haben keine Kalaschnikoff? - Werden Sie Sufi! PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
09.11.2009
Image Dies Meer hat keine Ufer. Klassische Sufi-Mystik. Herausgegeben von Ulrich Holbein.
2009. Pappband, Fadenheftung, 384 S., 9,95.- €. Wiesbaden: marixverlag
ISBN 978-3-86539-207-7

„Man soll nur reden, wo man nicht schweigen darf; und nur von dem reden, was man überwunden hat, - alles andere ist Geschwätz, „Literatur", Mangel an Zucht.", verkündete Herr Nietzsche in seiner Vorrede zum zweiten Band seines Buches „Menschliches Allzumenschliches". Aber ich habe meine Armut noch nicht überwunden. Deshalb greife ich zum zuchtlosen Ulrich Holbein, der mit Logorrhoe und Glossospasmus gesegnet sein soll, und das Phänomen Sufi-Mystik mit trefflichem Scharfsinn ausgespäht hat und noch im Nachwort mit triftigen Gründen und kühnen Behauptungen griechische Philosophie, altarabische Theologie und Sufi-Mystik in unfriedlich hochlebendiger Koexistenz vergleicht. Und zwar so, dass weder Idylle noch zerfallener Schweinestall vor dem geistigen Auge entstehen. So finden wir ein wundervolles Buch vor, dass ein Stachel im Leib der betulichen, deutschen Islamwissenschaft ist.

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Die kreolische Service-Reparatur PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
21.08.2007
Image Edward Craig (Hg.), Die Kleine Routledge Enzyklopädie der Philosophie. 3 Bände (A – G, 620 S., H – N 731 S., O - Z 696 S.). Übersetzt von Wolfgang Sohst und Barbara Ergenzinger. Berlin 2007: Xenomoi Verlag (www.xenomoi.de) € 92.-

„Es gibt keine tabula rasa. Wie Schiffer sind wir, die ihr Schiff auf offener See umbauen müssen, ohne es jemals in einem Dock zerlegen und aus besten Bestandteilen neu errichten zu können.“ (Otto Neurath, Protokollsätze. Erkenntnis 3 (1932/3), S. 204-214). Und so wird an- und abgebaut, werden Einzelteile verändert, Ersatzteile aus Ersatzstoffen hergestellt und eingebaut. Die Frage ist, ob das Schiff dasselbe bleibt, wenn irgendwann alle Teile ausgetauscht sind. Und ist vielleicht noch zu erwarten, dass ein Schiff in einer bestimmten Gestalt den Heimathafen verlässt und in anderer Form im Zielhafen einfährt? Und auf die Philosophie bezogen heisst das: Ideen sind stark vom Gebrauch abhängig und bedürfen der beständigen Wartung.
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Und gib uns unsere 5 Minuten Mathematik heute
Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
17.07.2007
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Eckart Menzler-Trott:

Logic’s Lost Genius - The Life of Gerhard Gentzen.

Translated from the German by Craig Smorynski and Edward Griffor. With appendices and two essays by Craig Smorynski and Jan von Plato. American Mathematical Society: Providence, Rhode Island (USA)and the London Mathematical Society: London (U.K.)
Series: History of Mathematics, vol. 33.
ISBN-10: 0-8218-3550-5
ISBN-13: 978-0-8218-3550-0
November 2007. 438 pages. Hardcover. US $ 89.- (Member Price: US $ 71.-)
Gerhard Gentzen (1909 – 1945) is the founder of modern structural proof theory. His lasting methods, rules, and structures resulted not only in the technical mathematical discipline called ‚proof theory’ but also in verification programs that are indispensable in computer science. The appearance, clarity, and elegance of Gentzen’s work on natural deduction, the sequent calculus, and ordinal proof theory continue to be impressive even today.

The present book gives the first comprehensive, detailed, accurate scientific biography expounding the life and work of Gerhard Gentzen, one of our greatest logicians, until his arrest and death in Prague 1945.

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Wunderbarer Einstieg in die Mathematikgeschichte PDF Drucken E-Mail
Und gib uns unsere 5 Minuten Mathematik heute
Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
27.06.2007
Image Stephanie Fröba, Alfred Wassermann: Die bedeutensten Mathematiker.
Wiesbaden: Marix-Verlag 2007
(www. marix-verlag.de und www.marixwissen.de).
253 S., geb. mit Schutzumschlag. € 5.- (in Worten: fünf).

Die reine Mathematik ist eine Art Dichtung in logischen Begriffen. Man sucht nach möglichst allgemeinen Begriffen und Operationen, die einen möglichst weiten Kreis formaler Beziehungen in einfacher und logisch einheitlicher Weise umspannen. Bei solchem Streben nach logischer Schönheit werden die geistigen Instrumente erfunden, deren wir für das tiefere Eindringen in die Gestaltlichkeit der Natur bedürfen. (Albert Einstein nach einer Vorlage von H. Weyl. Erschienen im Nachruf auf Emmy Noether in der New York Times vom 5. Mai 1936). Aber nicht nur die Natur ist dem menschlichen Geist zugänglich, der zur Abstraktion der höheren Mathematik befähigt ist, sondern dieser Geist schafft aufgrund der Mathematik auch technische Errungenschaften wie Satellitennavigation, MP3-Player, Mobiltelefone, Internet, bildgebende Verfahren in der Medizin und vieles anderes mehr.

 
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Die Heroisierung des Mitmachens PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
18.06.2007
Daniela Wünsch, Der Erfinder der 5. Dimension. Theodor Kaluza. Leben und Werk. Göttingen: termessos Verlag 2007 (www.termessos.de). 748 Seiten. 91 Abbildungen, davon 32 Vierfarb-Abbildungen.

ISBN: 978-3-938016-03-9 € 49,95.- 

Der Physiker und Mathematiker Theodor Kaluza hat 1921 in seiner Theorie der Vereinheitlichung der Gravitation und des Elektromagnetismus die fünfte Dimension des Raumzeitkontinuums eingeführt. „Sie liegt den modernen Superstringtheorien und den heutigen M-Theorien zugrunde. Dank Kaluzas Idee herrscht heute in der Physik die Vorstellung eines elfdimensionalen Raumes vor.“ (S. 10). Kommt Kaluza tatsächlich in den Arbeiten der führenden Stringtheoretiker vor? „Das Buch verfolgt das Ziel, das Werk und das Leben Kaluzas in ihrer untrennbaren Einheit zu schildern. Dabei wird gezeigt, dass seine fünfdimensionale vereinheitlichte Theorie in engem Zusammenhang mit Kaluzas philosophischer Auffassung steht. Nicht nur die großartige wissenschaftliche Leistung Kaluzas, sondern seine gesamte Persönlichkeit mit ihrer moralischen Haltung verdient Bewunderung. (...) Bemerkenswert ist Kaluzas ethische Haltung. Er hat sein Leben lang konsequent verantwortungsbewusst entsprechend seinen humanistischen Idealen gehandelt. Auch in den Jahren der Nazidiktatur hat er seine geistige Freiheit nicht geopfert.“ (S. 10f.)
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„Es zeigt sich heute wieder, dass der Wissenschaftler der Zukunft Wissen aus allen Gebieten beherrschen und vereinigen muss. Durch sein universales Wissen und sein Streben nach Einheit kann Kaluza als Vorbild gelten. Sein Leben ist durch das Streben gekennzeichnet, im Einklang mit seinen hohen ethischen Idealen verantwortungsvoll zu handeln.“ (S. 11). Ich gestehe, dass ich vor diesem Pathos, das mich ein wenig an die Schreibweise von Heinrich Scholz erinnert, innerlich zurückschrecke. Aber ist es nicht das, was ein Leser einer wissenschaftlichen Biographie erwartet?

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Lebendiges Latein heisst Latein sprechen: Loquerisne latine? PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Eckart Menzler-Trott   
07.06.2007
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Wilfried Stroh, Latein ist tot, es lebe Latein! Kleine Geschichte einer grossen Sprache. Berlin: List Verlag 2007. Zweite Auflage. 416 S., €18.-

Bitte kaufen und lesen Sie dieses Buch, bevor Sie meine zerstreuten Bemerkungen dazu lesen, denn es gelingt mir nicht im Entferntesten das Bezaubernde und das Wertvolle dieses Buches auch nur annähernd darzustellen.



Ich habe das grosse Latinum auf dem Wiesbadener Gymnasium für Jungen „Oranienschule“ nur mit „befriedigend“ absolviert; kein Ruhmesblatt, ich weiß. Dennoch haben wir als Schüler dem Mithraskult gehuldigt und haben Bußgänge zur Saalburg – Wilhelm II. sei Dank - an den Limes unternommen. Und das Kastell in Mainz und das Römisch-Germanische Museum waren nicht weit. Mich hat es später oft zu lateinischen Texten gezogen, und ich habe Cicero, Lukrez, Seneca und einige andere immer wieder zu Rate gezogen, wenn es um philosophische Fragen der Lebensgestaltung ging, um Zaudern und Skepsis, um Furcht und angemessenes Handeln, Seele und Tod. Die Sprachmächtigkeit der römischen Philosophie ist bis heute beispielgebend. Und wer denkt nicht an Lukrez, wenn er vom 1977 ermordeten Bantu Steve Biko liest, einem dezidierten Kämpfer gegen die ehemalige Apartheid in Südafrika: „You are either alive and proud or you are dead, and when you are dead, you can’t care anyway. [...] So if you can overcome the personal fear for death, which is a highly irrational thing, you know, then you’re on the way.“ Und diese Interpretation wurde vom IRA-Kämpfer Bobby Sands auch fortgesetzt bis er durch einen Hungerstreik 1981 seinem Leben ein Ende setzte. 

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